Sur les ensembles de distances des ensembles de points d'un espace euclidien. (Q2594136)
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scientific article; zbMATH DE number 2513357
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Sur les ensembles de distances des ensembles de points d'un espace euclidien. |
scientific article; zbMATH DE number 2513357 |
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Sur les ensembles de distances des ensembles de points d'un espace euclidien. (English)
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1939
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Der Begriff der Distanzmenge \(D(A)\) einer Punktmenge \(A\) eines \(n\)-dimensionalen euklidischen Raumes \(\mathfrak{E}^{(n)}\), d. h. der Menge der Entfernungen aller Punktepaare aus \(A\), ist in der Hauptsache von den Mengentheoretikern der polnischen Schule entwickelt worden (vgl. \textit{Steinhaus}, Fundam. Math., Warszawa, 1 (1920), 93-104; F.~d.~M. 47, 179; \textit{Sierpiński}, Fundam. Math., Warszawa, 7 (1925), 144-148; F.~d.~M. 51, 167; \textit{Ruziewicz}, Fundam. Math., Warszawa, 7 (1925), 141-143; F.~d.~M. 51, 168). An die Arbeiten dieser Autoren anknüpfend, gibt die Verf. in dem vorliegenden Buche eine zusammenfassende Darstellung der Theorie der Distanzmengen, die sie durch eigene Untersuchungen und Ergebnisse sehr bereichert; es handelt sich dabei stets um Punktmengen eines euklidischen Raumes. Im ersten Abschnitt berichtet die Verf. nach der Festlegung von Bezeichnungen und Begriffen über die Ergebnisse der genannten Autoren, behandelt dann weitergehende Fragen und kommt u. a. zu folgenden Sätzen: Die Distanzmenge einer unendlichen Punktmenge eines beliebigen euklidischen Raumes hat stets dieselbe Mächtigkeit wie die Menge selbst, während die Mächtigkeit der Menge der Distanzmengen aller Punktmengen eines euklidischen Raumes gleich \(2^{2^{\aleph_0}}\) ist. Dann beweist sie, daß zwei \textit{endliche} lineare Punktmengen \(A\) und \(B\), deren jede mit einer ihrer Translationen mindestens einen Punkt gemeinsam hat, dann und nur dann dieselbe Distanzmenge besitzen, wenn sie kongruent sind, und gibt anschließend ein Beispiel zweier \textit{unendlicher} linearer Punktmengen \(A\) und \(B\), deren jede wiederum mit einer ihrer Translationen mindestens einen Punkt gemeinsam hat, die nicht kongruent sind, für die aber \(D(A) = D(B) = \{0, \,1, \,2, \,3, \ldots \}\) ist. Unter der Translation \(A(r)\) einer linearen Menge \(A\) wird dabei die durch Anwendung der Translation \(x' = x + r\) aus \(A\) hervorgehende Menge verstanden (\(r =\) beliebige reelle Zahl). Im zweiten Abschnitt untersucht die Verf., auf Untersuchungen von \textit{Lindenbaum} (Fundam. Math., Warszawa, 8 (1926), 209-222; F.~d.~M. 52, 585) über isometrische Abbildungen von Punktmengen metrischer Räume zurückgreifend, solche Punktmengen \(A\) des \(\mathfrak{E}^{(n)}\), die mit ihrer Komplementärmenge \(CA = \mathfrak{E}^{(n)} - A\) kongruent sind, und die zugehörigen Distanzmengen. Im Falle \(n = 1\) wird eine Reihe von Sätzen bewiesen, von denen hier einige genannt werden: Ist \(A\) kongruent zu \(CA\), so gibt es stets eine Translation, die \(A\) in \(CA\) überführt; dann und nur dann sind \(A\) und \(CA\) kongruent, wenn die zur Distanzmenge \(D(A)\) in bezug auf die Menge der nicht negativen Zahlen komplementäre Menge \(M\) nichtleer ist. Sind \(A\) und \(CA\) kongruent, und enthält \(M\) eine fallende Folge, so enthält \(M\) auch eine fallende Nullfolge, und es gehören \(A\) und \(CA\) zur zweiten Baireschen Klasse. Unter der Annahme der Richtigkeit der Kontinuumshypothese existiert eine zu ihrem Komplement kongruente lineare Menge, die nicht meßbar \((L)\) ist, nicht die Bairesche Eigenschaft besitzt, und für die die Menge \(M\) abzählbar ist. Der dritte Abschnitt behandelt die Distanzmengen perfekter Mengen: Die Distanzmenge \(D(A)\) einer perfekten beschränkten Menge \(A\) ist selbst perfekt; ist \(B\) eine in \(A\) dichte Untermenge von \(A\), so ist \(D(A)\) die abgeschlossene Hülle von \(D(B)\). Anschließend werden lineare perfekte Mengen betrachtet, die im Sinne der Definition von \textit{Mirimanoff} (Fundam. Math., Warszawa, 4 (1923), 122-123; F.~d.~M. 49, 146) von der ersten Art sind. Dann beweist die Verf. einerseits die Existenz zweier linearer perfekter Mengen \(A\) und \(B\), deren Distanzmengen \(D(A)\) und \(D(B)\) je das Maß Null haben, während ihre gegenseitige Distanzmenge \(D(A, \,B)\), d. h. die Menge der Entfernungen aller Punktepaare \(a\), \(b\) mit \(a \in A\), \(b \in B\), ein positives Maß hat, andererseits die Existenz zweier linearer perfekter Mengen \(A\) und \(B\), für die \(D(A)\) und \(D(B)\) positives Maß und \(D(A, \,B)\) das Maß Null haben. Die weiteren Untersuchungen dieses Abschnitts erfordern Definitionen, deren Wiedergabe hier zu weit führen würde. Im vierten und letzten Abschnitt werden Bedingungen dafür angegeben, daß eine die Null enthaltende Menge \(\mathfrak{D}\) von nichtnegativen Zahlen die Distanzmenge einer Punktmenge eines euklidischen Raumes ist. Jede endliche Menge \(\mathfrak{D}\) ist Distanzmenge einer Punktmenge des \(\mathfrak{E}^{(n)}\). Für eine unendliche Menge \(\mathfrak{D}\) trifft das nicht immer zu; z. B. ist die Menge \(\mathfrak{D}\), die aus der Null und allen reellen Zahlen \(\geqq 1\) besteht, für kein \(n \geqq 1\) Distanzmenge einer Punktmenge eines \(\mathfrak{E}^{(n)}\). Die Verf. gibt Bedingungen, z. T. notwendige und hinreichende, dafür an, daß die endliche Menge \(\mathfrak{D}=\{0, \,a_1, \,a_2, \ldots \!, a_{m-1}\}\) mit \(0<a_1<a_2< \cdots <a_{m-1}\) Distanzmenge einer \textit{linearen} Punktmenge sei; im Falle \(m = 3\) z. B. tritt dies dann und nur dann ein, wenn \(a_2 = 2a_1\), im Falle \(m = 4\), wenn \(a_3=a_1+a_2\) ist. Eine abzählbare (bzw. nichtabzählbare) Menge \(\mathfrak{D}\) ist dann und nur dann Distanzmenge einer linearen Menge, wenn sie mit abzählbar (bzw. nichtabzählbar) vielen unter ihren Translationen abzählbar (bzw. nichtabzählbar) viele Punkte gemeinsam hat. Unter Annahme der Richtigkeit der Kontinuumshypothese existiert zu jeder Menge \(M\) von positiven Zahlen vom Maße Null oder aus der ersten Baireschen Klasse eine lineare Menge, deren Distanzmenge die zu \(M\) in bezug auf die Menge der nichtnegativen Zahlen komplementäre Menge ist.
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