Aesthetic measure. (Q2624178)
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scientific article; zbMATH DE number 2545709
| Language | Label | Description | Also known as |
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| default for all languages | No label defined |
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| English | Aesthetic measure. |
scientific article; zbMATH DE number 2545709 |
Statements
Aesthetic measure. (English)
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1933
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Dieses Werk liegt ganz in der Linie der Arbeiten \textit{Wölfflin}s, die eine Objektivierung der Kunstwissenschaft anstreben. \textit{Birkhoff}s Ziel ist, die Ästhetik dem Maß und der Zahl zu unterwerfen, um so System in die Analyse zu bringen und die leider oft bei ästhetischen Betrachtungen anzutreffenden allgemeinen Redensarten in strenge sachliche und fachliche Erörterungen zu zwingen. Das ist ein sehr hohes Ziel. Man mu ß die Kühnheit bewundern, mit der Verf. an die schwierigen Probleme herangeht. Zwar werden psychologische Untersuchungen erst zeigen müssen, wie weit sich Deduktion und Empirie decken. Insofern müssen wir das Werk als einen Auftakt, einen allerdings grundlegenden Auftakt ansehen. Schon die Alten und nicht zuletzt \textit{Pythagoras} haben die Proportionen der Schwingungszahlen bei Tonleitern und Akkorden studiert. Verf. vertieft diese Gedankengänge ganz wesentlich und erweitert sie auf die Melodie. Von besonderem Interesse sind dem Mathematiker und dem Kunstwissenschaftler die Studien über das Formproblem. Gottlob führt dieser neue Weg am goldenen Schnitt, an gewissen Triangulationen u. a. vorbei, um in strenger Systematik an Hand von 90 wundervoll zusammengestellten ebenen Figuren die ästhetische Einfühlung zu erkennen. Das Ergebnis wird in einer Formel zusammengestellt, in der als unabhängige Veränderliche vorkommen: die axiale und die zentrische Symmetrie, das Gleichgewicht, die Beziehung zum rechtwinkligen Koordinatensystem und die Zahl der in der Figur vorkommenden Geraden. (Vgl. auch Verf. 1929; JFM 55.0635.*-637.) Diese Theorie wird auf Ornamente und, was sehr gewagt erscheint, auch auf Vasen angewendet. Ein Abschnitt wendet sich den Beziehungen zwischen Musik und Dichtkunst zu. Ein anderer gibt einen kurzen Abriß über die Geschichte ästhetischer Theorien. Im Schlußkapitel wird ein Ausblick auf die Anwendung dieser Theorie in der Malerei und in der Architektur gegeben.
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