Oskar Becker, Bryson and Eudoxos (Q353316)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 6187494
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Oskar Becker, Bryson and Eudoxos
    scientific article; zbMATH DE number 6187494

      Statements

      Oskar Becker, Bryson and Eudoxos (English)
      0 references
      12 July 2013
      0 references
      Dieser Artikel behandelt Arbeiten von Oskar Becker, u.a. über konkrete mathematische Probleme aus der spätionischen Zeit Griechenlands. Oskar Becker war ein deutscher Philosoph, Logiker und Mathematiker (1889--1964). Er studierte in Oxford, Freiburg und Leipzig die Fächer Mathematik, Physik, Chemie, Psychologie und Philosophie. 1914 promovierte er in Leipzig, und 1922 habilitierte er sich in Freiburg. In Bonn bekam er 1931 eine Professur, die er bis zu seiner Emeritierung 1964 innehielt. Von 1946 bis 1951 war Becker zeitweise in den Ruhestand versetzt, da er, wenngleich kein Mitglied der NSDAP, überzeugter Nationalsozialist war. Den zweiten Weltkrieg sah Becker als ``Kampf des Nordischen mit dem Barbarentum'' oder ``Unendlich-Unbestimmten'' an, wobei er die Griechen als zur ``nordischen Rasse'' gehörend behandelte. Mit den Grundlagen der Mathematik und insbesondere der Entwicklung der Geometrie in Griechenland hatte sich Becker schon vor der Nazizeit befasst. Er hatte Kontakt mit bekannten Theoretikern seiner Zeit, z.B. Martin Heidegger, David Hilbert und Paul Bernays, und diskutierte mit ihnen über den Grundlagenstreit in der Mathematik. Die Arbeiten Beckers behandeln Fragen aus mathematisch-philosophischen Werken des Eudoxos (ca. 390--373 bis ca. 345--338), zur Quadratur des Kreises und des Dedekindschen Schnitts. Der Dedekindsche Schnitt wurde zwar erst Ende des 19. Jahrhunderts formuliert, jedoch meint Becker ähnliche Überlegungen schon bei den Griechen gefunden zu haben. Zu Beginn des Artikels beschäftigt sich Boehme bzw. Becker mit der Quadratur des Kreises, insbesondere der Rolle, die der Grieche Bryson dabei spielte. Außerdem geht er auf den Einfluss des Aristoteles ein, der schrieb: ``Bei jeder Art von Handeln, wo es ein Mehr und ein Weniger gibt, gibt es auch ein Gleiches. Wenn nun das Ungerechte Ungleichheit bedeutet, so bedeutet das Gerechte Gleichheit.'' Weitere Kapitel behandeln ``Die vierte Proportionale'', den ``Beweis des Eudoxos'' und die ``Quadratur'' nach Proklos. Nicht alle Vermutungen der Griechen und auch Beckers haben sich als richtig und haltbar erwiesen, aber vieles bleibt bestehen und bereichert die Mathematikgeschichte und die Mathematik.
      0 references
      0 references
      Dedekind cut
      0 references
      squaring the circle
      0 references
      Bryson
      0 references
      Eudoxos
      0 references
      Aristotle
      0 references
      continued fraction
      0 references
      Oskar Becker
      0 references
      ancient Greek mathematics
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references
      0 references

      Identifiers