Lectures on matrices (Q563149)

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scientific article; zbMATH DE number 2549201
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    English
    Lectures on matrices
    scientific article; zbMATH DE number 2549201

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      Lectures on matrices (English)
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      1932
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      Der vorliegende Band setzt die 1931 erschienene ``Einführung in die analytische Geometrie und Algebra I'' derselben Verf. [(JFM 57.0102.01; Zbl 0001.26203)] fort. Er schließt sich inhaltlich an die Vorlesungen \textit{Otto Schreier}s (\dag {} 1929) über Elementarteilertheorie an und enthält die grundlegenden Tatsachen dieser Theorie bis zur notwendigen und hinreichenden Bedingung für die Ähnlichkeit quadratischer Matrizen. Als Koeffizientenbereich wird von vornherein ein abstrakter Körper zugrunde gelegt, doch wird die Steinitzsche Theorie nicht benötigt, da alle Betrachtungen im Rationalen verlaufen; keine Rolle spielt z. B. der Begriff der charakteristischen Wurzel. Das methodische Hilfsmittel, das in Anlehnung an Weyl und Krull zu einem durchsichtigen Aufbau der Theorie benutzt wird, ist der Begriff des von einer linearen Transformation eines Vektorgebildes in sich erzeugten Operatorenringes. Die abstrakten Gedankengänge, in die dieser Aufbau notwendig hineinführt, werden für den Anfänger (das Buch ist für Studierende des 2. und 3. Semesters bestimmt) in der sorgfältigsten Weise vorbereitet und dargestellt; in zahlreichen Erläuterungen werden mögliche Mißverständnisse im Keime erstickt; wünschenswert wäre allerdings eine Vermehrung der zahlenmäßigen Beispiele (in einer Einführung in die Elementarteilertheorie sollte die Transformation einer Matrix auf die Normalform doch in wenigstens einem konkreten Fall vorgeführt werden). Wer die klassische Form der Theorie kennt, wird die Kraft der modernen Methoden in dieser Darstellung mit Genuß verfolgen. An der Spitze steht die Definition des \(q\)-dimensionalen Vektorraums über dem Körper \(\mathfrak H\) und der in ihm enthaltenen \(n\)-dimensionalen linearen Vektorgebilde \(\mathfrak L\). Die Einführung des Rings der linearen Transformationen von \(\mathfrak L\) in sich bildet den Gegenstand des 1. Kapitels. Im 2. Kapitel wird der Zusammenhang dieser Transformationen \(\sigma \) mit den \(n\)-reihigen quadratischen Matrizen mit Elementen aus \(\mathfrak H\) hergestellt und an Hand dieses Zusammenhanges das Rechnen mit Matrizen entwickelt. Im 3. Kapitel wird das Nullstellengebilde von \(\sigma \) als der größte bei \(\sigma \) auf 0 abgebildete lineare Teilraum definiert; die Bedeutung dieses Begriffs liegt darin, daß die Nullstellengebilde der Polynome \(f(\sigma)\) gegenüber \(\sigma \) invariant sind und daher zu Koordinatensystemen von \(\mathfrak L\) Anlaß geben, die zur Darstellung der zu \(\sigma \) gehörigen Matrix \(A\) besonders geeignet sind. Hier wird die Wichtigkeit des Minimalpolynoms von \(\sigma \) und seiner irreduziblen Faktoren deutlich. Sind diese z. B. (4. Kapitel) sämtlich linear und voneinander verschieden, so ergibt sich mit Hilfe der zu ihnen gehörigen Nullstellengebilde die Möglichkeit, \(A\) durch eine Ähnlichkeitstransformation in eine Diagonalmatrix überzuführen. Das Ziel des Ganzen, eine beliebige Matrix \(A\) mit Elementen aus \(\mathfrak H\) mit Hilfe einer ebensolchen Matrix in eine Normalform zu transformieren, wird im 5. Kapitel erreicht. Zunächst wird für Matrizen mit Elementen aus dem Polynombereich \(\mathfrak H[x]\) die Äquivalenztheorie, im wesentlichen in der üblichen Weise, entwickelt (Herstellung der Kronecker-Smithschen Normalform durch \textit{Euklid}ischen Algorithmus, Definition der in ihr auftretenden Polynome als Elementarteiler, Bestimmung der Elementarteiler durch Determinantenteiler). Bringt man nun die charakteristische Matrix \(A xE\) auf die Kronecker-Smithsche Form, so erzeugt eine der hierbei auftretenden Matrizen, wenn man in ihr überall die Variable \(x\) durch die zu \(A\) gehörige lineare Transformation \(\sigma \) ersetzt, aus der zugrunde gelegten Basis von \(\mathfrak L\) eine neue, in der \(A\) die Gestalt \[ \begin{pmatrix} B & & \\ & C & \\ & & \ddots \end{pmatrix} \quad \text{mit}\quad B = \begin{pmatrix} 0 & 0&\cdots &0 & -b_\varrho \\ 1 & 0 &\cdots & 0& -b_{\varrho - 1} \\ 0 & 1 &\cdots & 0 &-b_{\varrho - 2} \\ \cdot & \cdot & \cdots &\cdot & \cdot \\ 0 & 0 &\cdots & 1 &-b_1 \end{pmatrix},\quad C = \cdots \] erhält, wobei \(b_1,\ldots,b_\varrho \); \(c_1,\ldots,c_r;\)\dots die Koeffizienten in den von 1 verschiedenen Elementarteilern von \(A - xE\) sind (zur Angabe, diese Normalform sei zuerst 1917 von Kowalewski mitgeteilt worden, vgl. die ausführlicheren Literaturhinweise in dem nachstehend besprochenen Buche [58.0101.01] (S. 56)). Hiernach lassen sich zwei Matrizen, deren charakteristische Matrizen die gleichen Elementarteiler haben, in die gleiche Normalform überführen und sind daher ähnlich. Die Jordansche Normalform läßt sich erreichen, wenn die irreduziblen Faktoren des charakteristischen Polynoms von \(A\) sämtlich linear sind; zum Beweis braucht man nach dem bereits Gewonnenen nur eine Matrix in Jordanscher Form anzugeben, deren charakteristische Matrix die richtigen Elementarteiler hat. Zum Schluß wird im 6. Kapitel die Anwendung der Theorie auf die analytische Geometrie besprochen: Zusammenhang mit den Affinitäten, Definition und Normalform der orthogonalen und unitären Matrizen, Hauptachsentransformation symmetrischer Matrizen.
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