Beispiele von Elementarkurven und Elementarflächen. (Q575673)

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scientific article; zbMATH DE number 2557777
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    Beispiele von Elementarkurven und Elementarflächen.
    scientific article; zbMATH DE number 2557777

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      Beispiele von Elementarkurven und Elementarflächen. (English)
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      1931
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      Der \textit{erste Teil} der vorliegenden wichtigen Arbeit ist einer eingehenden Untersuchung der reellen Raumkurven \(C_4\) von vierter (Realitäts-) Ordnung mit einer Spitze gewidmet. Die Kurve \(C_4\) wird dabei als ``Elementarkurve'' vorausgesetzt, d. h. (1) als überall mit eindeutiger stetiger Tangente und Schmiegebene versehen und (2) darstellbar als Summe von endlich vielen Elementarbogen (d. h. von Bogen dritter Ordnung) (die zweite Forderung ist, wie Referent zeigen konnte, übrigens für jede Kurve vierter Ordnung von selbst erfüllt). Jeder Punkt der Kurve, welcher im Innern eines Teilbogens dritter Ordnung liegt, heiße ein ``\textit{gewöhnlicher}'' Punkt (auch ``Punkt dritter Ordnung''), jeder andere Punkt ``\textit{singulär}'' (``Punkt vierter Ordnung''). Ein Punkt ist also dann und nur dann singulär, wenn beliebig kleine Umgebungen von ihm auf der \(C_4\) selbst von vierter Ordnung sind. Die Tangente bzw. Schmiegebene in einem singulären Punkte heiße selbst ``singulär''. Es werden nun (\S\,1) solche singuläre Punkte einer \(C_4\) auf ihre verschiedenen Arten hin untersucht. Dabei geht man von der Bemerkung aus, daß die beiden in einem singulären Punkt zusammenstoßenden (Elementar-) Teilbogen auf der nämlichen Seite der singulären Ebene liegen müssen. Projiziert man daher die Kurve aus einem Punkte \(Z\) der singulären Ebene \(S\), welcher nicht der singulären Tangente \(t\) angehört, zentral auf eine andere Ebene, so ist in der Projektion das Bild des singulären Punktes entweder ein gewöhnlicher Punkt oder eine Spitze (zweiter Art), und zwar unabhängig von der Wahl von \(Z\) in \(S\). Damit ergibt sich die Unterscheidung der singulären Punkte in ``Hyperoskulationspunkte'' und ``Spitzen''. Diese beiden Arten von singulären Punkten zusammen mit ihren singulären Ebenen entsprechen einander dual. Festgestellt wird dann noch, wie sich die Anzahl der Schmiegebenen und Doppelsekanten durch einen Punkt \(P\) ändert, falls \(P\) eine singuläre Ebene (in bestimmer Weise) überschreitet. Auf Grund der erwähnten Betrachtungen wird nun (\S\,2) die Untersuchung der Kurve vierter Ordnung mit einer Spitze aufgenommen. Es ergibt sich u. a: Es ist ein und nur ein Hyperoskulationspunkt vorhanden. Durch einen Punkt des Raumes gehen 0, 2 oder 4 Schmiegebenen der Kurve. Die Kurve ist also auch von vierter Klasse und liefert bei Dualisierung wieder eine Kurve der gleichen Art; letztere besitzt auch genau eine Spitze. Die Tangentenfläche der Kurve schneidet die Hyperoskulationsebene nach einer Kurve zweiter Ordnung. Eine beliebige Gerade schneidet höchstens 5 Tangenten der Kurve. Um über die Zahl der durch einen Raumpunkt gehenden Doppelsekanten genauere Aussagen machen zu können, sind weitere Annahmen über die Kurve nötig. Diese lauten: Die Kurve soll auf einem Kegel \(K\) zweiter Ordnung liegen, dessen Spitze \(S\) nicht auf der Kurve liegt. Nun ergibt sich (\S\,3): Durch einen beliebigen Raumpunkt gehen 0,1 oder 2 Doppelsekanten der Kurve. Es wird dann die weitere Annahme, daß \(K\) sogar algebraisch sei, noch etwas weiter verfolgt. Durch einen Existenzbeweis wird gezeigt, daß die zuletzt genannte Forderung auch von nicht analytischen Kurven erfüllt wird. Der \textit{zweite Teil} der Arbeit (\S\,4) ist der Untersuchung der ``zyklischen'' Eiflächen (Ovaloide) gewidmet, d. h. derjenigen Eiflächen, welche mit jedem nicht ganz auf der Eifläche liegenden Kreise maximal vier Punkte gemeinsam haben. Dabei wird im übrigen die Eifläche so oft stetig differenzierbar vorausgesetzt, daß die Normalkrümmungen eines Punktes sich stetig mit dem Punkt ändern, sowie daß sie durchaus endlich und von Null verschieden sind. Die Eifläche soll schließlich keine einer Kugel angehörige Teilfläche enthalten; auch soll \textit{kein etwa auf der Eifläche gelegener Kreis zugleich Krümmungslinie der Eifläche sein}. Verf. zeigt nun: Hat eine Kugel \(K\), von welcher die zyklische Eifläche \(E\) in zwei Punkten berührt wird, noch weitere Punkte mit \(E\) gemeinsam, so haben \(K\) und \(E\) sogar zwei (verschiedene) Kreise gemeinsam. Durch jeden Punkt von \(E\) gehen genau zwei ganz auf \(E\) liegende Kreise. Die Ebenen aller auf \(E\) gelegenen Kreise gehen sämtlich durch einen (eigentlichen oder uneigentlichen) Punkt des Raumes. Nun ergibt sich der schöne Satz: Die Eifläche ist entweder ein Ellipsoid oder eine algebraische Zyklide. Der Fall, daß sich Kreise unter den Krümmungslinien finden, bleibt unerledigt. Die Beweise sind vielfach sehr kurz gefaßt oder nur angedeutet. \ \ (V 5 E, 6 D.)
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