An application of the method of parameters to linear partial differential equations. (Q5917067)
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scientific article; zbMATH DE number 2567109
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | An application of the method of parameters to linear partial differential equations. |
scientific article; zbMATH DE number 2567109 |
Statements
An application of the method of parameters to linear partial differential equations. (English)
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1930
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Alle auftretenden Funktionen der Variablen \(x\) und \(y\) seien in einem Gebiet \(K\) mit stetigen Ableitungen zweiter Ordnung versehen. Damit eine partielle Differentialgleichung ein Integral von der Form \[ z=F(\alpha(x,y))+G(\beta(x,y)) \] besitzt, wo \(F\) und \(G\) willkürliche zweimal differentiierbare Funktionen sind, muß sie die Form \[ R\frac{\partial^2 z}{\partial x^2}+ S\frac{\partial^2 z}{\partial x\partial y} +T\frac{\partial^2 z}{\partial y^2} + P\frac{\partial z}{\partial x} + Q\frac{\partial z}{\partial y}=V \] haben, wobei \(R\), \(S\), \dots, \(V\) in \(K\) Funktionen von \(x\) und \(y\) sind. Die Funktionen \(\alpha(x,y)\) und \(\beta(x,y)\) müssen dann außerdem die Bedingungen (2a) \quad \(R\alpha_x^2+S\alpha_x\alpha_y+T\alpha_y^2 = 0\), (2b) \quad \(R\beta_x^2+S\beta_x\beta_y+T\beta_y^2 = 0\), (2c) \quad \(R\alpha_{xx}+S\alpha_{xy}+T\alpha_{yy}+P\alpha_x +Q\alpha_y = 0\), (2d) \quad \(R\beta_{xx}+S\beta_{xy}+T\beta_{yy} + P\beta_x + Q\beta_y = 0\) \noindent erfüllen. Sind diese Bedingungen erfüllt, so ist auch umgekehrt \(z=F(\alpha)+G(\beta)\) eine Lösung der Gleichung (1) mit \(V = 0\). Unter der Voraussetzung, daß in \(K\) die Determinante \(S^2-4RT \neq 0\) ist und daß zwei linear unabhängige Lösungen \(\alpha(x,y)\) und \(\beta(x,y)\) der homogenen Gleichung (1) (mit \(V = 0\)) bekannt sind, die außerdem (2a) und (2b) erfüllen, gewinnt Verf. ein Integral \(z(x,y)\) der inhomogenen Gleichung (1) (mit beliebigem \(V\)) mittels einer Methode, die der Methode der Variation der Konstanten in der Theorie der gewöhnlichen linearen Differentialgleichungen nachgebildet ist: Der Ansatz \[ z=\alpha u + \beta v + w \] führt unter der Nebenbedingung \[ z= \alpha u_x + \beta v_x + w_x =0, \quad \alpha u_y + \beta v_y + w_y =0 \] auf das vollständige Differential \[ dz=(u\alpha_x+v\beta_x)\,dx+(u\alpha_y+v\beta_y)\,dy; \tag{3} \] die unbekannten Funktionen \(u\) und \(v\) sind dabei Lösungen der linearen partiellen Differentialgleichungen erster Ordnung \[ \begin{aligned} &RIu_x+(R\alpha_x \beta_x+S\alpha_x\beta _y+T\alpha_y\beta_v)u_y = V\beta_y, \tag{4a} \\ -&RIu_x+(R\alpha_x \beta_x+S\alpha_x\beta _y+T\alpha_y\beta_v)u_y=V\alpha_y, \tag{4b} \end{aligned} \] in welchen \(I=\alpha_x\beta_y-\beta_x\alpha_y\neq 0\). Das System der charakteristischen Gleichungen für (4a) reduziert sich vermöge (2a) auf \[ \frac {dy}{dx} =-\frac{\alpha x}{\alpha y},\quad \frac{du}{dx}=\frac{\beta_y V}{RI}. \] Wenn man eine Auflösung \(y=y_1(x;c_1)\) der Gleichung \(\alpha(x,y)=c_1\) angeben kann, wird also einfach \[ u=\int \frac {\beta_1(x,y_1(x;c_1))V(x,y_1(x;c_1)} {R(x,y_1(x;c_1))F(x,y_1(x;c_1)}\,dx=\varphi(x;c_1)+F_1(c_1) =\varPhi(x,y) + F_1(\alpha) \] mit willkürlichem \(F_1\). Entsprechend findet man, wenn man eine Auflösung \(y= y_2(x;c_1)\) der Gleichung \(\beta(x,y)=c_2\), kennt, \[ v =\psi(x,y)+G_1(\beta). \] Nunmehr ergibt sich \(z\) aus (3) mittels Quadraturen: \[ z=\int [\varPhi\alpha_x+\varPsi\beta_x)\,dx+(\varPhi\alpha_y+ \varPsi\beta_y)\,dy]+F(\alpha)+G(\beta). \tag{5} \] Die Ausnahmefälle, die dadurch entstehen, daß in \(K\) eine oder mehrere der partiellen Ableitungen \(\alpha_x\), \(\alpha_y\), \(\beta_x\), \(\beta_y\) identisch Null sind, werden besonders besprochen. Zum Schluß weist Verf. auf den Zusammenhang mit der \textit{Laplace}-Transformition hin: Führt man in (1) \(\alpha\) und \(\beta\) als neue unabhängige Variablen ein, so ergibt sich einfach die Gleichung \[ \frac{\partial ^2Z}{\partial \alpha\partial \beta}= \frac{\alpha_y \beta_yV}{RI^2}= - \frac {\alpha_x\beta_x V}{TI^2} \] und hieraus die Darstellung \[ z=\iint \frac VR \frac{\partial x}{\partial \alpha}\cdot \frac {\partial x}{\partial \beta}\,d\alpha\,d\beta + F(\alpha) + G(\beta), \tag{6} \] die mit (5) äquivalent ist. Wegen der Voraussetzung \(I \neq 0\) können die Gleichungen \(\alpha=\alpha(x,y)\), \(\beta =\beta(x,y)\) theoretisch immer nach \(x\) und \(y\) aufgelöst gedacht werden, aber praktisch ist die Auflösung nicht immer durchführbar. Verf. gibt als Beispiel eine Differentialgleichung an, bei der die erste Methode praktisch durchgeführt werden kann, die Methode der \textit{Laplace}-Transformation dagegen nicht.
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