Modern Mathematics.
Eine kurze Skizze der Principien, welche der Entwickelung der Mathematik im gegenwärtigen Jahrhundert zu Grunde liegen. ``Der moderne mathematische Gedanke wurzelt hauptsächlich in der mit dem Principie der Continuität verbundenen Theorie der Projection und in der Erkenntnis der Thatsache, dass Winkel und Längen in der euklidischen Erfahrungsgeometrie von einer gewissen absoluten Curve zweiter Ordnung abhängen. Auf der algebraischen Seite hat er die Theorie der linearen Transformationen und Invarianten gezeitigt, zu denen wir die Erkenntnis des Wertes der Homogeneïtät und der aus ihr hergeleiteten Symmetrie rechnen können. Neben diesem Auszuge dürfte der folgende zur Kennzeichnung der Hauptansichten der Skizze genügen: ``Es erscheint jetzt die Theorie der Invarianten und der übrigen Erzeugnisse des modernen mathematischen Gedankens als ein ebenso notwendiger Teil des mathematischen Wissen wie die Differential- und Integral-Rechnung. Wir haben manche andere neuen Gedanken in die Mathematik einführen sehen, wie z. B. Hamilton's Quaternionen und die Grassmann'schen Methoden; allein wir haben nicht die Ueberzeugung, dass sie einen notwendigen Teil unseres Wissens bilden. In der That hat sich neuerdings ein zu grosses Bestreben geltend gemacht, solche Rechnungen einzubürgern; doch scheinen sie in blosse Spielereien auszuarten, und ich glaube auch, dass sie nicht dazu genützt haben, irgend welche neuen Resultate zu erlangen, sondern dass sie sich dem Streben danach als nachteilig erweisen.
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