On Borel intervals.
\textit{Borel} hat (Leçons sur la théorie des fonctions, p. 39) die Aufmerksamkeit auf die Intervalle \[ \left[\frac pq-\frac 1{q^3}, \frac pq+\frac 1{q^3}\right] \] gelenkt, die alle rationalen Zahlen des Intervalles von 0 bis 1 bedecken, selbst jedoch höchstens einen Teil des Gesamtintervalls zudecken, der \[ 2\sum_{q=2}^\infty \frac {q-1}{q^3}=0,885\,754\,327\,2 \ldots \] ausmacht. Diese Längenabschätzung beachtet aber die mehrfache Überdeckung vieler Teilintervalle gar nicht. Die Verf. zeigen, daß der wirklich überdeckte Teil der Einheitsstrecke zwischen \[ 0,620\,705\,785\ldots \;\;\text{und} \;\;0,623\,475\,738\ldots \] liegt. Um zu diesem Resultat zu kommen, untersuchen die Verf. die auch an sich sehr interessante gegenseitige Lage der sich überdeckenden Intervalle und gelangen da zu vier Gesetzen. Von dem trivialen Fall abgesehen, daß die Mitten zweier Intervalle zusammenfallen, was nicht ausgeschlossen ist, da \textit{Borel} auch ungekürzte Brüche \(p/q\) zugelassen hat, besagen diese Gesetze im wesentlichen, daß entweder ein Intervall ganz in der einen Hälfte des andern liegt oder daß die Mitte eines Intervalls auf den einen Endpunkt des andern fallen kann, wobei dann die eine Hälfte des ersten ganz in der einen Hälfte des zweiten liegt. Statt der oben erwähnten \textit{Borel}schen Intervalle betrachten die Verf. noch etwas allgemeinere mit \(n\)-ten statt dritten Potenzen von \(q\) im Nenner, für die gleichfalls ihre vier Gesetze gelten.
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