Zur Erkenntnistheorie über Raum und Zahl, aus Historischem der \textit{Steiner}schen Fläche.
Im Anschluß an die Geschichte der \textit{Steiner}schen Fläche werden einige philosophische Betrachtungen angestellt über das gegenseitige Verhältnis der vom Anschauungsraum ausgehenden geometrischen und der die Zahl als Grundlage benutzenden analytischen Methode, über die Vorstellbarkeit der nichteuklidischen Geometrien und ihr Verhältnis zur Wirklichkeit. Mathematisch bieten sie nichts neues; es unterlaufen sogar bedenkliche Mißverständnisse, wenn z. B. aus den Bedürfnissen der Physik heraus für einen endlichen Raum plädiert und dazu nicht etwa auf die elliptische, sondern die hyperbolische Geometrie verwiesen wird (offenbar weil bei den bekannten euklidischen Modellen des hyperbolischen Raumes dieser durch einen endlichen Teil des euklidischen dargestellt erscheint). In philosophischer Hinsicht ist der allzu leicht und direkt vollzogene Sprung aus der Mathematik in die Metaphysik gefährlich, obschon hier manches Wahre durchzublitzen scheint. Charakteristisch ist dafür z. B. der Gedanke, daß die Existenz der durch die algebraischen Formen vertretenen Ideen als die im Reiche der Dinge an sich liegende Ursache der Raumgebilde gedeutet werden könne.
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