Zur Elektrodynamik bewegter Systeme. II.
Verf. entwickelt jetzt aus seinen allgemeinen Gleichungen die für eine speziellere Elektrodynamik. Er erhält nach der Umformung auf eine bewegtes Koordinatensystem und die Ortszeit für ein ``relativ ruhendes System Gleichungen von derselben Foprm wie die \textit{Maxwell}schen für ein ``absolut ruhendes System. Man kann also alle Vorgänge in gleicher Weise behandeln. Damit erledigt sich auch \textit{Wiens} Vorschlag zu Prüfung der Frage, ob sich der Äther mit bewege; außerdem kann man ja auch bei diesem Versuch höchstens mechanisch kontrollieren, ob die Zahnränder gleichmäßig laufen, wenn nicht etwa auch wieder mechanische Deformationen auftreten. -- Für die beobachtbaren Fälle relativer Bewegung gelten die Gleichungen ebenfalls mit ausreichender Genauigkeit. Nur für die Aufstellung der Energiegleichung und die mechanischen Kräfte erhält Verf. jetzt ein anderes Resultat: Die Kräfte, welche die gesamte abgegebene Arbeit leisten, bestehen aus einer translatorischen Kraft und einem System von Deformationskräften, die vollkommen mit den \textit{Maxwell}schen Spannungen übereinstimmen. Auch aus diesen ergibt sich dann: die Kräfte des stationären Feldes in relativ ruhenden Körpern sind in aller Strenge unabhängig von der Erdbewegung.
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