Metalloptik und \textit{Maxwell}sche Theorie.
\textit{Hagen} und \textit{Rubens} heben bei ihren Versuchen über das Reflexionsvermögen der Metalle für Wärmestrahlen hervor, daß\ zu der Erklärung der erhaltenen Resultate die beiden \textit{Maxwell}schen Konstanten \(\varepsilon,\mu\) und \(\lambda, \mu\) nicht ausreichen. Die theoretische Ableitung der Beobachtungsresultate durch \textit{Planck} bringt indessen nach dem Verf. nicht zum Ausdruck, daß\ Eigenschwingungen der Moleküle nicht in Betracht kommen sollen, sondern sie sind lediglich die \textit{Maxwell}schen Gleichungen für einen Körper, der individuelles Leitungsvermögen, zugleich aber die Dielektrizitätskonstante und Permeabilität des Vakuums besitzt. Zur Beurteilung der Anwendbarkeit der \textit{Maxwell}schen Theorie verweist Verf. auf die Formeln seines Werkes ``Das elektromagnetische Feld. Ein großer Teil der Versuche läßt sich durch die Näherungsformel, die die Dielektrizitätskonstante der Metalle vernachlässigt, erklären, und eine große Bedeutung haben die genannten Versuche, weil sie die Möglichkeit eröffnen, daß\ diese Konstante auf einem noch unbekannten Gebiet zur Geltung kommen kann. Daß\ aber die strenggültige Formel mit der Dielektrizitätskonstante nicht ausreicht, wo die Annäherungsformel versagt, ist noch nicht erwiesen, denn nirgends zeigt sich ein Fall von auswählender Reflexion. Für Cu und Pt reicht auch die strenge Formel allerdings nicht aus, hier ist bereits ein Einfluß\ der Molekularstruktur anzunehmen. Für den Fall der ferromagnetischen Metalle hat man aber nur anzunehmen, daß\ \(\mu/\mu_0\) eine zwar mäßig große, aber immerhin von 1 verschiedene Zahl sei.
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