Messung der Dielektricitätsconstante leitender Flüssigkeiten.

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Die Methode, nach welcher die Verfasser die Dielektricitätsconstante leitender Flüssigkeiten in einer früheren Arbeit (Wied. Ann. XXVIII. 1886) beobachtet haben, ist für besser leitende Flüssigkeiten wegen der Notwendigkeit, Zeitintervalle von weniger als 1 Milliontel Secunde zu messen, nicht verwendbar; für solche wenden die Verfasser in vorliegender Arbeit nach Silow folgende Methode an. Ein Elektrometer \(F\) befindet sich in der Flüssigkeit; die Nadel und das eine Quadrantenpaar sind mit dem einen Pol eines Inductors verbunden, dessen anderer Pol sowie das zweite Quadrantenpaar zur Erde abgeleitet ist; daneben ist ein zweites Elektrometer \(M\) in Luft geschaltet, welches zugleich mit \(F\) beobachtet wird. Sind \(F_0\) und \(M_0\) die Ablenkungen von \(F\) und \(M,\) wenn \(F\) Luft enthält, \(F_f\) und \(M_f\) dasselbe, wenn \(F\) sich in der Flüssigkeit befindet, \(V_0\) und \(V\) das Mittel des Potentials des ersten Quadrantenpaares während einer Periode des Stroms bei der ersten, resp. zweiten Beobachtung, so ist \[ F_0 =aV_0^2, \quad M_0 =bV_0^2, \quad F_f =a\mu V^2, \quad M_f =bV^2, \] woraus die Dielektricitätsconstante \[ \mu =\frac{F_f}{M._f}\;\frac{M_0}{F_0}. \] Es ergab sich z. B. für Petroleum, Aethylalkohol und destillirtes Wasser resp. \(\mu =2, \mu =26\) und \(\mu =75.\)












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