Theory of the plastic stability of thin plates.
Im Anschluß an die im vorhergehenden Referat besprochene Arbeit werden die bei der Untersuchung der plastischen Stabilität dünner Platten auftretenden Zusatzdehnungen und -Spannungen berechnet, die nach Überschreitung des elastischen Bereiches entstehen, wobei als Plastizitätsbedingung die der begrenzten Gestaltsänderungsarbeit dient. Unter diesen Annahmen wird die im plastischen Gebiet geltende Differentialgleichung für die Plattenbeulung abgeleitet. Wegen der Art, in der sich beim Ausbeulen der Spannungszustand ändert, ist der Widerstand gegen die Ausbeulung viel größer als bisher angenommen wurde, und ist an der Fließgrenze nicht gleich Null, wie sich rechnungsmäßig bei ideal-plastischem Verhalten ergeben würde. Die Theorie wird angewendet auf die im Brückenbau gebräuchlichen Profile, die in einer Tafel übersichtlich zusammengestellt werden. -- Zum Schlusse wird eine strenge Theorie für die Berechnung der Beulspannungen zusammengesetzter Querschnitte entwickelt, die auch im elastischen Gebiet gültig ist.
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