Der Schreiersche Satz und das Zassenhaussche Verfahren in Verbänden.

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Publication:2579744





Es werden die Resultate einer Arbeit von \textit{A. J. Uzkov} (Rec. math., Moscou, (2) 4 (1938), 31-43; F.~d.~M. 64\(_{\text{II}}\), 961) verschärft und ergänzt. In einem Verband \(\mathfrak{S}\) mit der Vereinigung \((ab)\) und dem Durchschnitt \([ab]\) heißt eine Folge \(a_0 \supset a_1 \supset \cdots \supset a_r\) eine Kette. Für je zwei Elemente aus \(\mathfrak{S}\) sei definiert, ob \(aNb\) gilt, d. h. \(b\) normal in \(a\) ist. Diese Relation erfülle die beiden Bedingungen: Aus \(aNb\) folgt stets \(a \supset b\); zu zwei Elementen \(a\), \(b\) existiert in \(\mathfrak{S}\) mindestens ein Element \(v\) mit der Eigenschaft \(aNv\), \(b \supset v\). Gilt \(aNb\), oder gibt es eine Normalkette \(aNa_1Na_2N \ldots Na_nNb\), so schreibt man \(aMb\). Es seien zwei Normalketten \[ a_0 N a_1 N \ldots N a_r, \qquad (2) \quad b_0 N b_1 N \ldots N b_s \tag{1} \] gegeben. Zu jedem \(i\, (i = 1,\ldots \!, r)\) wird die Zassenhaussche Kette von (1) bezüglich (2) \[ (a_i [a_{i-1} b_0]) \supset (a_i [a_{i-1} b_1]) \supset \cdots \supset (a_i [a_{i-1} b_s]) \tag{3} \] gebildet. Ist \(a_0=b_0\), \(a_r=b_s\), so gilt (4) \((a_i [a_{i-1} b_1])=a_i=(a_{i+1}[a_i b_0])\), und die \(r\) Ketten schließen sich zu einer einzigen Kette, der Zassenhaussehen Verfeinerung von (1) in bezug auf (2) zusammen. Der Quotient \(a/b\) ist die Menge aller \(x\) mit \(a \supset x \supset b\). Zwei Quotienten \(a/b\), \(c/d\) heißen unmittelbar ähnlich, wenn entweder \(a = (bc)\), \(d = [bc]\) oder \(c = (da)\), \(b = [da]\) gilt. Zwei unmittelbar ähnliche Quotienten können in der Form \((ab)/a\), \(b/[ab]\) geschrieben werden. Die Zuordnung \(x \rightarrow [bx]\), \(x\) aus \((ab)/a\), heißt die reguläre Abbildung von \((ab)/a\) in \(b/[ab]\), die Zuordnung \(y \rightarrow (ay)\), \(y\) aus \(b/[ab]\), die reguläre Abbildung von \(b/[ab]\) in \((ab)/a\). Zwei Quotienten \(a/b\), \(c/d\) heißen von unten einfach ähnlich mit dem Zwischenglied \(u/v\), wenn \(a = (bu)\), \(c = (du)\), \(v = [bu]\), \(v = [du]\). Dann sind \(a/b\) und \(u/v\), \(u/v\) und \(c/d\) unmittelbar ähnlich. Die aus den beiden obigen Abbildungen zusammengesetzten Abbildungen heißen wieder regulär. Neben den Ketten (3) mit \(a_{ij}=(a_i [a_{i-1} b_j])\) werden noch die Ketten (5) \(b_{j0} \supset b_{j1} \supset \cdots \supset b_{js}\), mit \(b_{ji}=(b_j [b_{j-1} a_i])\) betrachtet. Es gelten folgende Sätze: 1) Die Zassenhausschen Ketten (3) und (5) von zwei beliebigen Normalketten (1) und (2) sind selbst Normalketten dann und nur dann, wenn \(N\) die Eigenschaften besitzt: I. Für vier beliebige Elemente \(c_1\), \(c_2\), \(d_1\), \(d_2\) aus \(\mathfrak{S}\) mit den Beziehungen \(c_1Nc_2\), \(c_1 \supset d_1Nd_2\) gilt \((c_2d_1)N(c_2d_2)\); II. Für vier beliebige Elemente \(c_1\), \(c_2\), \(d_1\), \(d_2\) aus \(\mathfrak{S}\) mit \(c_1Nc_2\), \(d_1Nd_2 \supset c_2\) gilt \([c_1d_1]N[c_1d_2]\). 2) (1) und (2) seien gegeben. Die Quotienten \(a_{ij-1}/a_{ij}\) und \(b_{j,i-1}/b_{ji}\) der Zassenhaussehen Ketten sind von unten einfach ähnlich und \[ [a_{i-1}b_{j-1}]/([a_{i-1}b_j][a_ib_{j-1}]) \] ist dabei das Zwischenglied dann und nur dann, wenn \(N\) die Eigenschaft hat: III. Gilt \(c_1Nc_2\), \(d_1Nd_2\) so ist \(c_2\) \(\alpha\)-modular bezüglich \([c_1, d_1]\), \([c_1, d_2]\) (\(a\) heißt \(\alpha\)-, \(\beta\)-, \(\gamma\)-modular bezüglich \(b\), \(c\) wenn \(b \supset c\) und \([b(ac)]=(c[ab])\) bzw. \(b \supset a\) und \([b(ac)] = (a[bc]\)) bzw. \(a \supset b\) und \([a(bc)] = (b[ac])\) ist). 3) Fordert man außer den in 2) verlangten Tatsachen hoch, daß die reguläre Abbildung ein Verbandsisomorphismus ist, so gilt dies dann und nur dann, wenn \(N\) die Eigenschaften hat: IV. Ist \(c_1Nc_2\), \(d_1Nd_2\), so ist jedes \(x\) mit \[ (c_2[c_1d_1]) \supset x \supset (c_2[c_1d_2]) \] \(\gamma\)-modular bezüglich \(c_2\), \([c_1d_1]\); V. Ist \(c_1Nc_2\), \(d_1Nd_2\), so ist jedes \(y\) mit \[ [c_1d_1] \supset y \supset ([c_1d_2][c_2d_1]) \] \(\beta\)-modular bezüglich \([c_1d_1]\), \(c_2\). 4) (1) und (2) seien gegeben. Die betreffenden Zassenhausschen Ketten sind normal, die dazugehörigen Paare von Quotienten sind von unten einfach ähnlich mit dem Zwischenglied von Satz 2), und die reguläre Abbildung zwischen den Quotienten ist ein Verbandsisomorphismus dann und nur dann, wenn \(N\) die Eigenschaften I und II und folgende Eigenschaften VII und VIII hat: VII. Ist \(c_1Nc_2\), \(d_1Nd_2\), \(c_1=(c_2d_1)\), \(d_2=[c_2d_1]\), so ist jedes \(x\) mit \(c_1 \supset x \supset c_2\) \(\gamma\)-modular bezüglich \(c_2\), \(d_1\); VIII. Unter den Voraussetzungen von VII ist jedes \(y\) mit \(d_1 \supset y \supset d_2\) \(\beta\)-modular bezüglich \(d_1\), \(c_2\). 6) \(\mathfrak{M}(a,b)\) sei die Menge aller \(x\) mit \(aMxMb\). Ersetzt man in 4) den Verbandsisomorphismus durch die Bedingung, daß die reguläre Abbildung \(\mathfrak{M}(a_{i,j-1},a_{ij})\) auf \(\mathfrak{M}(b_{j,i-1},b_{ji})\) eineindeutig abbildet, so ist dafür notwendig und hinreichend, daß \(N\) neben I und II die Eigenschaft hat: Ist \(c_1Nc_2\), \(d_1Nd_2\), \(c_1=(c_2d_1)\), \(d_2=[c_2d_1]\), so ist jedes \(x\) mit \(c_1NxNc_2\) \(\gamma\)-modular bezüglich \(c_2\), \(d_1\) und jedes \(y\) mit \(d_1NyNd_2\) \(\beta\)-modular bezüglich \(d_1\), \(c_2\).












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