Eine Familie von Transversalen.
Durch einen beliebigen Punkt \(M\) der Seite \(BC\) eines Dreiecks \(ABC\) werden Parallelen zu den Seiten \(AB\) und \(AC\) gelegt. Sie schneiden die Seiten \(AC\) und \(AB\) in \(M_b\) und \(M_c\). \(M_b M_c\) schneidet \(BC\) in \(M_1\). Dann ist \(\dfrac{M_1 B}{M_1 C}=\left( \dfrac{M B}{M C} \right)^2\). Durch die entsprechende Konstruktion findet man, von \(M_1\) statt von \(M\) ausgehend, auf \(BC\) einen Punkt \(M_2\) derart, daß \(\dfrac{M_2 B}{M_2 C}=\left( \dfrac{M_1 B}{M_1 C} \right)^2 = \left( \dfrac{M B}{M C} \right)^4\). Durch Fortsetzung des Verfahrens erhält man einen Punkt \(M_n\) auf \(BC\) derart, daß \(\dfrac{M_n B}{M_n C}=\left( \dfrac{M B}{M C} \right)^{2n}\) ist. Durch zyklische Vertauschung der Ecken des Dreiecks ergeben sich entsprechende Punkte \(N_n\) auf \(CA\) und \(P_n\) auf \(AB\). Mittels der Sätze von Ceva und Menelaos ergibt sich: Wenn die Punkte \(M\), \(N\), \(P\) in einer geraden Linie liegen oder die Endpunkte dreier durch einen Punkt gehenden Eckenlinien sind, liegen die Punkte \(M_n\), \(N_n\), \(P_n\) in einer geraden Linie. Den Punkten \(M_b\), \(M_c\) entsprechen die Punkte \(N_c\), \(N_a\) und \(P_a\), \(P_b\), und man findet wiederum durch Ceva und Menelaos: Wenn die Punkte \(M\), \(N\), \(P\) in einer geraden Linie liegen oder die Endpunkte von drei durch einen Punkt gehenden Eckenlinien sind, so gilt dasselbe von den Punkten \(M_b\), \(N_c\), \(P_a\) und \(M_c\), \(N_a\), \(P_b\). Entsprechende Sätze gelten für die bei der Konstruktion der Punkte \(M_n\), \(N_n\), \(P_n\) verwendeten Punkte.
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