Sopra una questione di compatibilità nel metodo variazionale.
Macht man zur approximativen Integration der Schwingungsgleichung \[ \frac{\partial^2 u}{\partial t^2}+q(P, \,t) \,\varDelta_P u=F(P, \,t) \quad (P: \text{ Punkt eines } n \text{-dimensionalen Gebietes } B) \] unter den Rand- bzw. Anfangsbedingungen \(u(P, \,t)=0\) am Rand von \(B\), \[ u(P, \,0)=f(P), \,u_t(P, \,0)=g(P) \] unter Verwendung eines normierten Orthogonalsystems in \(B\), dessen Funktionen \(\varphi_i\) am Rand von \(B\) Null sind, den Ansatz: \[ u_n(P, \,t)=\sum_{i=1}^{n} \omega_i(t) \,\varphi_i(P) \] und bestimmt die Funktionen \(\omega_i(t)\) durch die Forderung, daß das Integral \[ I_2=\int\limits_{0}^{T} dt \int\limits_{B} \left[ \frac{\partial^2 u_n}{\partial t^2}+q(P, \,t) \,\varDelta_P u_n - F(P, \,t) \right]^2 \,dP \] zum Minimum wird, während die \(\omega_i(0)\) und \(\omega_i^{\prime}(0)\) die Werte \[ \int\limits_{B} f(P) \,\varphi_i(P) \,dP \quad \text{bzw.} \quad \int\limits_{B} g(P) \,\varphi_i(P) \,dP \] erhalten, so erhält man für die \(\omega_i(t)\) die Euler-Lagrangeschen Gleichungen des angesetzten Variationsproblems und gewisse Randbedingungen. Um diesen von \textit{Picone} (Atti primo Congr. Un. mat. Ital., Firenze, 1937, 109-124; F.~d.~M. 64\(_{\text{I}}\), 492) benutzten Ansatz teilweise zu rechtfertigen, leitet Verf. eine Reihe von Existenzsätzen ab, die allgemein genug sind, um im Fall der Schwingungsgleichung (und in noch allgemeineren Fällen) die Existenz des Minimums von \(I_2\) zu sichern. Sie beziehen sich auf Variationsprobleme der Form: \[ \int\limits_{a}^{b} f(x, \,y_1, \ldots \!, y_m, \,y_1^{\prime}, \ldots \!, y_m^{\prime}, \ldots \!, y_1^{(n)}, \ldots \!, y_m^{(n)}) \,dx, \] wo \(f\) folgenden Bau hat: \[ \begin{multlined} f=\sum_{i,k=1}^{n} p_{ik}(x) \,y_i^{(n)} \,y_k^{(n)}+ \sum_{i=1}^{m} y_i^{(n)} \,A_i(x, \,y_1, \ldots \!, y_m, \ldots \!, y_1^{(n-1)}, \ldots \!, y_m^{(n-1)}) \\ +c(x, \,y_1, \ldots \!, y_m, \ldots \!, y_1^{(n-1)}, \ldots \!, y_m^{(n-1)}). \end{multlined} \] Die \(p_{ik}=p_{ki}\) sind Koeffizienten einer positiv-definiten Form, deren kleinster Eigenwert \(\geqq c>0\) im Intervall \([a, \,b]\) bleibt, die \(A_i\) sind linear in den \(y\) sowie deren Ableitungen; im übrigen können alle Funktionen z. B. als stetig (aber auch viel allgemeiner) angenommen werden. Die wesentlichste Bedingung ist aber, daß \(f \geqq -M\) ist für alle \(x\) in \([a, \,b]\) und beliebige Werte der übrigen Variablen. Schließlich wird gezeigt, daß die Lösungen des Minimumproblems den Euler-Lagrangeschen Gleichungen sowie den Randbedingungen genügen.
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