Zur Theorie der algebraischen Funktionen zweier Ver\-änderlicher. II. Zusammenhang zwischen linearen Integralen zwei\-ter und dritter Gattung.
Den Gedankengängen Severis folgend beweist Verf. zunächst den Fundamental\-satz über algebraische Kurvensysteme auf einer irregulären Fläche, der in seiner Fas\-sung folgendermaßen lautet: Es sei \(\langle\mathfrak C\rangle\) eine Schar von Primteilern, \((\mathfrak C,\mathfrak C) > 0\) und die Dimension (im ita\-lienischen Sinne) der Klasse \((\mathfrak C)\)\ \(\lambda\geqq1\); die ganzen Divisoren aus \((\mathfrak C)\) haben keine allen gemeinsame Stelle. Dann besteht \(\langle\mathfrak C\rangle\) aus \(\infty^\mu\) Klassen, deren jede \(\infty^\lambda\) Primteiler \(\mathfrak C\) enthält, und es ist \(\mu\leqq p_g-p_a\); das Gleichheitszeichen steht sicher, wenn \((\mathfrak C)\) regulär ist. Nun definiert Verf. die Charakteristiken einer Schar (charakteristische Schar eines algebraischen Kurvensystems) ebenso wie Severi und beweist für sie den Satz: Ist \(\mathfrak C\) ein allgemeiner Primteiler aus \(\langle\mathfrak C\rangle\), \((\mathfrak C)\) eine reguläre Klasse, so bestehen die charak\-teristischen Divisoren von \(\mathfrak C\) aus allen ganzen Divisoren der Klasse \((\mathfrak c)\), in die die Klasse \((\mathfrak C)\) für \(\mathfrak C= 0\) übergeht. Über die einfachen Integrale zweiter Gattung beweist nun Verf. den grundlegenden Satz, daß die Zahl der linear-unabhängigen unter ihnen gleich der der einfachen Inte\-grale erster Gattung, nämlich \(\varrho=p_g-p_a\) ist. Zum Schluß stellt Verf. ein Theorem auf, das als Übertragung des bei Kurven geltenden Satzes von der Vertauschung von Argument und Parameter auf die Integrale dritter Gattung über \(K\) aufgefaßt werden kann.
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