Varietà a tre dimensioni integrali di un sistema di equazioni a derivate parziali lineari e omogenee.
Schon im Jahre 1935 hat Verf. die projektiv-geometrischen Eigenschaften der dreidimensionalen Mannigfaltigkeiten, die Integrale eines Systems von zwei linearen, homogenen partiellen Differentialgleichungen zweiter Ordnung sind, studiert (vgl. Mem. Ist. Lombardo, Sci. Lett., Cl. Sci. mat. natur. 23 (1935), 1-33; JFM 61.1249.*). 1937 begann er auf der Grundlage einer systematischen Zusammenfassung der schon bekannten Ergebnisse und einer Herausstellung dessen, was noch zu untersuchen blieb, die allgemeinste Untersuchung der Integralmannigfaltigkeiten \(V_3\) eines allgemeinen Systems linearer homogener partieller Differentialgleichungen (Atti primo Congr. Un. mat. Ital, Firenze, 1937, 288-291; JFM 64.0746.*) zu studieren, wobei er sich in der Gedankenführung auf eine analoge Untersuchung von \textit{E. Bompiani} für den Fall von Systemen mit zwei Variablen, d. h. der entsprechenden Integralflächen, stützte (vgl. Ist. Lombardo Sci. Lett., Rend., Cl. Sci. mat. natur. 52 (1919); 610-625, 820-830; F. d. M. 47, 447 (JFM 47.0447.*)). In vorliegender Arbeit legt Verf. die von ihm erhaltenen Ergebnisse im einzelnen dar, die schon zum großen Teil die Antworten auf die von ihm in der oben genannten Note von 1937 gestellten Fragen enthalten und insbesondere Typen von Differentialsystemen betreffen, wie sie sich beim Problem der Biegungen in den Riemannschen Geometrien höherer Gattung nach Bompiani einstellen (vgl. \textit{E. Bompiani}, Accad. Ital. Mem. Cl. Sci. fis. mat. natur. 6 (1935), 269-520; JFM 61.0791.*). Zunächst gibt Verf. einen allgemeinen Satz an, der die Typen umreißt, denen die Integral-\(V_3\) eines Systems der Ordnung \(\nu> 3\) angehören, für das die Dimension \(K\) des \(\nu\)-fach schmiegenden Raumes \(S(\nu)\) die Zahl \(2\nu + 3\) nicht überschreitet. Es handelt sich um folgende sechs Typen: a) \(V_3\), die in Räumen der Dimension \(\leqq k\) enthalten sind, b) \(V_3\), die \(\infty^1 V_2\) in den \(S_{k-\nu}\) einer abwickelbaren Mannigfaltigkeit besitzen, c) \(V_3\), die vier Gleichungen zweiter Ordnung genügen (wobei hier wie im folgenden die restlichen Gleichungen des Systems Folgerungen der genannten Gleichungen sind), d) \(V_3\), die drei Gleichungen zweiter Ordnung und acht Gleichungen dritter Ordnung genügen, e) \(V_3\), die drei Gleichungen zweiter Ordnung, sieben Gleichungen dritter und 13 Gleichungen vierter Ordnung genügen. f) \(V_3\), die zwei Gleichungen zweiter Ordnung und acht solchen dritter Ordnung genügen. Einige dieser Typen sind bereits untersucht worden; hier beschäftigt sich Verf. insbesondere mit dem Typ d), und zwar unter der weiteren Einschränkung, daß die acht Gleichungen dritter Ordnung sämtliche und die einzigen (linear unabhängigen) Differentialfolgerungen dritter Ordnung aus den drei vorgelegten Differentialgleichungen zweiter Ordnung sind. Zu diesem Zweck benutzt Verf. eine geometrische Deutung: Nach dieser wird einer Differentialgleichung des Typus \(\sum c_{pqr} \dfrac{\partial^n x} {\partial u_1^p\partial u_2^q\partial u_3^r} +\cdots = 0\), in der die nicht hingeschriebenen Glieder von der Ordnung \(\leqq n - 1\) sind, die Kurve \(n\)-ter Ordnung \(\sum c_{pqr}\theta_1^r\theta_2^q\theta_3^r = 0\), \(p+q+r=n\) zugeordnet. Bei einer Gleichung zweiter Ordnung wird also ein Kegelschnitt betrachtet, und das System der drei Differentialgleichungen zweiter Ordnung, dem die \(V_3\) genügt, führt zu einem Kegelschnittnetz. Verf. bemerkt, daß dieses Netz irreduzibel und nicht homaloidisch ist; das Netz wird von Kegelschnitten gebildet, die durch zwei feste Punkte gehen. Demnach gibt es vier projektiv unterschiedene Fälle, je nachdem die Basispunkte \(H\), \(K\) des Netzes verschieden (I, III) oder zusammenfallend (II, IV) sind, und je nachdem der Punkt \(O\), durch den die Ver bindungsgeraden der veränderlichen Schnittpunkte zweier Kurven des Netzes gehen, der Geraden \(HK\) angehört (III, IV) oder nicht (I, II). Verf. bespricht in erschöpfender Weise die vier Fälle I, II, III, IV, die sich entsprechend beim betrachteten System partieller Differentialgleichungen einstellen; für jedes derselben bestimmt er die projektiv-geometrischen Eigenschaften, die die entsprechenden Integral-\(V_3\) kennzeichnen.
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