Electro-capillary theory of the splitting of heavy elements by slow neutrons.
Um das Zerplatzen des Urankernes bei Beschießung mit langsamen Neutronen zu erklären, wird der Atomkern als elektrisch geladene Flüssigkeitskugel aufgefaßt, die durch Kapillarkräfte zusammengehalten wird. Eine solche Kugel kann instabil werden, wenn nämlich die Kräfte der Oberflächenspannung nicht mehr ausreichen, um den Coulombschen Abstoßungskräften die Waage zu halten. Dies ist der Fall, wenn das Verhältnis der elektrischen Energie \(E\) zur Oberflächenenergie \(U_0\) den kritischen Wert 2,17 überschreitet. Bei Uran ist dieser kritische Wert beinahe erreicht, so daß schon eine geringe Anregung des Kernes genügt, um diesen zum Zerplatzen zu bringen. Die Betrachtungen zeigen eine große Ähnlichkeit mit denjenigen von \textit{N. Bohr} und \textit{J. A. Wheeler} (vgl. die vorstehende Besprechung), die dasselbe Problem in größerer Ausführlichkeit und Vollständigkeit behandelt haben, sind aber unabhängig von diesen.
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