Über homogene Polynome in (L^2).
Sind \(E\), \(E'\) zwei lineare normierte vollständige Räume, so heißt eine Operation \(A(x_1,\ldots, x_n)\), die für beliebige \(x_1,\ldots, x_n\) aus \(E\) erklärt ist und deren Werte in \(E'\) liegen, \(n\)-linear, falls sie stetig und additiv in bezug auf jede einzelne Veränderliche ist. Ist \(A\) in \(x_1,\ldots,x_n\) symmetrisch, so schreibt man \(ax_1\cdots x_n\) anstatt \(A(x_1,\ldots,x_n)\) und \(ax^n\) für \(ax\cdots x\); \(ax^n\) heißt ein homogens Polynom \(n\)-ten Grades. \[ \|a\|=\operatorname{ob. Gr.} \|ax_1 \cdots x_n\|, \] wobei \(\|x_1\|\leqq 1,\ldots, \| x_n \|\leqq 1\), heißt die Norm von \(ax_1\cdots x_n\). Verf. zeigt: Ist \(E\) der Raum (\(L^2\)) der im Intervall \(0\leqq t\leqq 1\) quadratisch integrierbaren Funktionen \(x = x(t)\), so ist \(\|a\|= \operatorname{ob. Gr.} \| ax^n\|\), wobei \(\|x\|\leqq 1\). Ist außerdem auch \(E'= (L^2)\) und nennt man \(ax^n\) symmetrisch, wenn \(\int\limits_0^1 (ax_1\cdots x_n) x_{n+1}dt\) \((n+1)\)-linear und in \(x_1,\ldots, x_{n+1}\) symmetrisch ist, so gilt weiter: 1) Ist \(ax^n\) symmetrisch, so gibt es eine Folge \(\{x\}\) \((\|x\|= 1)\) und eine Zahl \(\lambda\), so daß \(\lim\limits_{i\to\infty}\|x_i-\lambda ax_i^n\|=0\). -- 2) Ist \(ax^n\) symmetrisch und vollstetig, so gibt es ein \(x\) und ein \(\lambda\) (\(\|x\|=1\), \(\lambda=\|a\|^{-1}\)) mit \(x-\lambda ax^n=0\). In diesen beiden Sätzen ist der Existenzsatz über Eigenlösungen einer linearen Integralgleichung mit symmetrischem Kern als Sonderfall enthalten; denn \(\int\limits_0^1 K(t,s)x(s) ds= ax\) ist ein symmetrisches Polynom ersten Grades.
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