Das Reziprokentheorem in beliebigen linearen Koordinatenräumen.
Von \textit{O. Toeplitz} (Nachr. Ges. Wiss. Göttingen, math.-phys. Kl. 1907, 101-109; F. d. M. 38, 156 (JFM 38.0156.*)) stammt der Satz: Eine beschränkte Matrix \(\mathfrak A = (a_{pq})\) besitzt dann und nur dann eine beschränkte linke Reziproke, wenn die Werte der \textit{Hermite}schem Form \(\mathfrak A^* \mathfrak A\) für alle Wertesysteme \(x_1,\, x_2,\,\ldots\) mit \(\sum\limits_{i=1}^\infty x_i\overline x_i = 1\) oberhalb einer Zahl \(m>0\) liegen. Die Verf. gibt diesem Satz zunächst eine Formulierung, die auch noch in allgemeinen vollkommenen Räumen sinnvoll bleibt, und beweist seine Richtigkeit in dieser neuen Fassung in beliebigen vollkommenen Räumen \(\lambda\) für alle jene zu \(\lambda\) gehörigen Matrizen \(\mathfrak A\), für die der Bildraum \(\mathfrak A (\lambda)\) einen Komplementärraum besitzt. Diese Bedingung ist in den Räumen \(\varphi\), \(\omega\), \(\varphi + \omega\), \(\varphi\omega\) und \(\omega\varphi\) stets erfüllt; in \(\varphi\omega + \omega\varphi\) und allen Räumen höherer Stufe dagegen gibt es Gegenbeispiele. Weiter wird die Frage aufgeworfen, ob vielleicht für größere Klassen von Räumen als die gekennzeichneten wenigstens Teile des \textit{Toeplitz}schen Satzes richtig bleiben, und in dieser Hinsicht vor allem eine umfassende Klasse von linearen Räumen angegeben, in denen der Alternativsatz für unendliche lineare Gleichungssysteme in Geltung bleibt.
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