Ṯābit b. Qurra's Buch über die ebenen Sonnenuhren.

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Publication:2601544





Diese für die Geschichte der Trigonometrie bedeutsame Arbeit, aus der man auch erkennt, welche Rolle der Sphärik und Gnomonik für die Entwicklung des Koordinatengebrauchs zukommt, knüpft an das erst kürzlich von \textit{Garbers} herausgegebene Werk von \textit{Ṯābit b. Qurra} an (vgl. die vorstehende Besprechung), dessen wesentlicher mathematischer Inhalt eingehend untersucht wird. Es handelt sich dort hauptsächlich darum, aus Stundenwinkel und Deklination der Sonne für einen gegebenen Ort die sphärischen Sonnenkoordinaten in bezug auf eines der sieben ``Uhrsysteme zu berechnen, sowie um die Bestimmung des Ortes des Gnomonschattens. Da es dem Verf. darum zu tun ist, festzustellen, wie \textit{Ṯābit} die beweislos gegebenen Formeln gefunden haben mochte, untersucht er eingehend die Schrift des \textit{Ptolemäus} ``Über das Analemma, wobei eine Reihe von Irrtümern, besonders bei der Beurteilung der verwendeten Methoden, die sich im Anschluß an \textit{Delambre, v. Braunmühl} und \textit{Zeuthen} festgesetzt haben, richtig gestellt werden. Für \textit{Ṯābit} zeigt sich, daß alle Formeln -- wie bei \textit{Ptolemäus} -- nach der direkten, darstellend-geometrischen Methode abgeleitet werden konnten. In einem Abschnitt, der die Geschichte des sphärischen Sinussatzes behandelt, wird mit guten Gründen die Ansicht vertreten, daß dieser weit später, als es gewöhnlich geschieht, angesetzt werden muß. Ein Kapitel über ``Fachausdrücke, Text, Übersetzung, in dem verschiedene Verbesserungsvorschläge gegenüber der Darstellung bei \textit{Garbers} gemacht werden, beschließt die schöne und gründlich belegte Arbeit.












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