The measurable boundaries of an arbitrary function.
Die Arbeit beginnt mit einem bemerkenswerten Satz über Mengen: Jede nicht meßbare Menge \(M\) eines euklidischen \(n\)-dimensionalen Raumes läßt sich in der Gestalt \(M = M_1 + M_2\) darstellen, wo \(M_1\) meßbar, \(M_2\) nicht meßbar, \(M_1M_2 = 0\) ist und jeder Punkt von \(M_2\) sowohl in bezug auf \(M_2\) wie in bezug auf deren Komplementärmenge die metrische (äußere) Dichte 1 hat; von Nullmengen abgesehen, ist die Darstellung eindeutig. Der Hauptteil der Arbeit handelt von reellen Funktionen einer oder mehrerer Veränderlichen \(f (x)\), die ein- oder mehrdeutig und völlig beliebig sein dürfen. Für eine solche Funktion \(f (x)\) wird als metrische obere [untere] Grenze \(\varGamma = \varGamma (f,\xi)\) [ \(\gamma = \gamma (f, \xi)]\) an der Stelle \(\xi\) die untere [obere] Grenze der Zahlen \(k\) eingeführt, für welche die Menge der Punkte \(x\) mit \(f (x) > k [f(x) < k]\) die metrische Dichte 0 an der Stelle \(\xi\) hat. Der metrische Sprung von \(f\) an der Stelle \(\xi\) ist \(\sigma (f,\xi) = \varGamma (f, \xi ) - \gamma (f, \xi)\). Die eindeutige Funktion \(f (x)\) heißt an der Stelle \(\xi\) metrisch halbstetig nach oben, wenn für jedes \(\varepsilon > 0\) die Menge der Punkte \(x\) mit \(f (x) > f (\xi ) + \varepsilon \) die metrische Dichte 0 an der Stelle \(\xi\) hat, d. h. wenn \(\varGamma (f, \xi ) \leqq f (\xi )\) ist. Über diese Begriffe wird u. a. bewiesen: Die Funktion \(\varGamma (f, x)\) ist überall metrisch halbstetig nach oben und fast überall metrisch halbstetig nach unten. Die Funktionen \(\varGamma (f, x)\), \(\gamma (f, x)\), \(\sigma (f, x)\) sind meßbar. Eine Funktion \(h (x)\) ist genau dann eine Funktion \(\varGamma (f, x)\), wenn \(\varGamma (h, x) = h (x)\) ist. Für jede in \(\langle a, b \rangle \) definierte Funktion \(f (x)\) gibt es bei beliebigem \(\varepsilon > 0\) im Intervall \(\langle a, b \rangle \) eine meßbare Menge \(M\) mit einem Maß \(> b- a- \varepsilon\), so daß für jeden Punkt \(\xi\) von \(M\) die Funktion \(\varGamma (f, \xi)\) gleich der gewöhnlichen oberen Grenze und \(\gamma (f, \xi )\) gleich der gewöhnlichen unteren Grenze von \(f (x)\) an der Stelle \(\xi\) ist, wenn \(f\) nur in den Punkten von \(M\) betrachtet wird. Das obere [untere] \(L\)-Integral einer beschränkten eindeutigen Funktion \(f (x)\) ist gleich dem \(L\)-Integral der metrischen oberen [unteren] Grenze. Als Anwendungen werden behandelt: Ein Satz von \textit{Saks} und \textit{Sierpiński}, nach dem zu jeder Funktion \(f\) eine \textit{Baire}sche Funktion \(g\) von höchstens zweiter Klasse existiert, so daß für jedes \(\varepsilon > 0\) die Menge der Punkte \(x\) mit \(|f- g| >\varepsilon \) das innere Maß 0 hat; ein Satz von \textit{Saks} und \textit{Banach} über die Größe des Richtungswinkels einer beliebigen Funktion; ein Satz von \textit{Arzelà} über die Kompaktheit von Funktionenmengen. Den Schluß der Arbeit bildet eine weitere Verallgemeinerung der metrischen Grenzen einer Funktion.
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