Two notes on the projective invariants of systems of points.
Da beliebige \(n+1\) Punkte im \(R_{n-1}\) projektiv in \(n+1\) andere beliebige Punkte übergeführt werden können, so kann kein System von \(r\) Punkten eine projektive Invariante haben, wofern \(r\) nicht größer als \(n+1\) ist. Wenn die ursprünglichen und die umgewandelten Lagen von \(n+1\) Punkten gegeben sind, so ist die projektive Transformation, welche jeden der ursprünglichen Punkte in seine neue Lage überführt, eindeutig bestimmt, und die neue Lage jedes \((n+2)\)ten Punktes ist daher entschieden. Da somit \(n-1\) Gleichungen notwendig sind, um einen Punkt im \(R_{n-1}\) zu bestimmen, so muß\ ein System von \(n+2\) Punkten \(n-1\) unabhängige Invarianten besitzen, und es muß\ möglich sein, sie so zu wählen, daß\ die Gleichungen, die aus ihrer Gleichsetzung mit Konstanten hervorgehen, linear in den Koordinaten jedes der Punkte sind. Eine absolute projektive Invariante eines Systems von \(n+2\) Punkten muß\ homogen und vom Grade Null in den Koordinaten jedes Punktes sein und absolut ungeändert bleiben, wenn dieselbe projektiwe Transformation an allen Punkten bewirkt wird. Die Form der Darstellung der Gruppe, die durch die Betrachtung der Invarianten von \(n+3\) Punkten im \(R_n\) entsteht, ist nicht von derjenigen verschieden, die aus \(n+3\) Punkten auf einer Geraden entspringen. -- Die zweite Note betriftt die Bemerkung, daß\ die Aufgabe, die projektiven Differentialinwarianten eines Systems von Funktionen einer Variable zu finden, als eine Grenzform für die Bestimmung der projektiven Invarianten eines Systems diskreter Punkte angesehen werden kann, und daß\ dieser Gesichtspunkt zu einem besonders einfachen und direkten Verfahren der Berechnung der Differentialinvarianten führt, das keinen Schritt von der Art der Elimination an sich hat.
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