Sui sistema di certe formole di \textit{Betti} estese. (Q1502387)
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scientific article; zbMATH DE number 2652903
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Sui sistema di certe formole di \textit{Betti} estese. |
scientific article; zbMATH DE number 2652903 |
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Sui sistema di certe formole di \textit{Betti} estese. (English)
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1904
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(Auch JFM 35.0129.01 u. JFM 35.0129.02) Die Differentialgleichungen, denen die Resultanten und Diskriminanten binärer Formen genügen, sind von \textit{Brioschi, Faá di Bruno, Gordan, Noether} u. a. untersucht worden. Der Verf. bedient sich einer neuen Methode mit Hülfe von Gleichungen, die aus einer Reihe von Transformationen hervorgehen, bei denen die Resultante invariant bleibt. Die Differentialgleichungen der Diskriminanten ergeben sich dabei als eine Folge von denen der Resultanten. Seien zunächst zwei Binärformen derselben Ordnung vorgelegt, \( f = a_x^n\), \(\varphi = b_x^n = p_{1x} p_{2x} \dots p_{nx}\), so wird die Resultante \[ R = (ap_1)^n (a' p_2)^n \; \cdots \; (a^{(n - 1)} p_n)^n, \] wo die \(a, a', \dots\) äquivalente Symbole von \(f\) sind. Sei weiter \(F\) die \textit{Cayley}sche Form \[ \frac {f(x) \varphi(y) - \varphi(x) f(y)}{(xy)} = \sum_i u_i x_1^{n - 1 - i} x_2^i. \] Bedeuten ferner \(z_1, z_2\) Parameter, so konstruiere man die beiden Formen \[ f_1 = \frac {(xz) F}{\varphi(y)} + \frac {\varphi(x) f(y)}{\varphi(y)}, \quad\varphi_1 = \root n \of {\frac {\varphi(y)}{\varphi(z)}}\;\varphi(x), \] die für \(z = y\) wieder in \(f, \varphi\) übergehen. ``Dann ist die Resultante von \(f_1\) und \(\varphi_1\) genau die Resultante \(R\) von \(f\) und \(\varphi\).'' Dieser Satz bildet die Grundlage der Herstellung der gewünschten Differentialgleichungen für \(R\). Die Ersetzung von \(f, \varphi\) durch \(f_1, \varphi_1\) kommt darauf hinaus, daß\ man an Stelle der Koeffizienten \(a_i, b_i\) von \(f, \varphi\) die anderen \(a_i', b_i' \) einführt, wo: \[ (1)\quad \begin{cases} a_i' = \frac {1}{\varphi(x)} \left\{ z_2 u_i (y) - z_1 u_{i - 1} (y) + b_i f(y) \right\}, \\ b_i' = \root n \of {\frac {\varphi(y)}{\varphi(z)}} \cdot b_i, \end{cases} \] die noch von zwei willkürlichen Parametern \( y_1, y_2, z_1, z_2 \) abhängen und für \( z = y \) in die alten Koeffizienten \(a_i, b_i\) übergehen. Die Gleichungen (1) stellen eine kontinuierliche Gruppe von Transformationen der Koeffizienten \(a, b\) von \(f, \varphi\) dar, die die identische Transformation enthalten, und bei denen die Resultante ungeändert bleibt. Die Theorie der kontinuierlichen Transformationsgruppen führt dann fast unmittelbar zu den charakteristischen Differentialgleichungen für die Resultante \(R\). In der Tat genügt \(R\) dann den Gleichungen: \[ (2) \quad \sum A_i\;\frac {\partial R}{\partial a_i} + \sum B_i\;\frac {\partial R_i}{\partial b_i} = 0, \] wo \(A_i, B_i\) die Ableitungen der \(a_i', b_i'\) nach \(z_1\) oder \(z_2\) für \(x = y\) sind. Diese zwei Gleichungen zerfallen, da sie die willkürlichen Parameter \(y\) enthalten, in weitere. So entsteht: \[ (3) \quad \begin{cases} \sum u_i (y) \; \frac {\partial R}{\partial a_{i + 1}} = - R \,\frac {\partial \varphi(x)}{\partial y_1}, \\ \sum u_i (y) \;\frac {\partial R}{\partial a_i} = + R\,\frac {\partial \varphi(y)}{\partial y_2}. \end{cases} \] Diese sind nebst den durch Vertauschung von \(f\) und \(\varphi\) hervorgehenden die \textit{Brioschi}schen Differentialgleichungen für \(R\). Die weiteren Gleichungen, die man auf obigem Wege noch erhalten könnte, erweisen sich als eine Folge von (3). Sind die vorgelegten Binärformen \(f, \varphi\) von ungleicher Ordnung, so treten einige Modifikationen ein. Bei obiger Methode mußten die Koeffizienten von \(f, \varphi\) als voneinander unabhängig vorausgesetzt werden. Somit ist eine Übertragung auf den Fall der Diskriminante \(\varDelta\) einer Form, als der Resultante von deren ersten Ableitungen, nicht ohne weiteres zulässig, weshalb man bisher für die Diskriminante stets einen direkten Weg eingeschlagen hat. Man gehe aber zunächst von zwei beliebigen Binärformen \(f_{n - 1}, \varphi_{n - 1}\) aus und stelle die obigen Differentialgleichungen für ihre Resultante \(R\) auf. Gehen dann im besonderen \(f, \varphi\) über in die ersten Ableitungen einer Form \(f_n\), so gelangt man zu \(2 (n - 1) + 1\) Gleichungen, die in den ersten Ableitungen von \(R\) nach den Koeffizienten linear sind, so daß\ man diese Ableitungen eliminieren kann. Mit Hülfe der so entstehenden verschwindenen Determinante läßt sich aber zeigen, daß\ man in der Tat zu den bekannten Differentialgleichung für die Diskriminante \(\varDelta\) von \(f_n\) geführt wird. Sodann wendet sich der Verf. zu den Differentialgleichungen für gewisse Kovarianten algebraischer Formen und dehnt dabei frühere Untersuchungen von \textit{Brioschi} und \textit{Betti} aus. \textit{Betti} ging von einem System von \( p - 1 \) Formen \(f_i\) in \(p\) homogenen Variabeln von ein und derselben Ordnung aus; er erkannte die Abhängigkeit ihrer Kombinanten von den gemeinsamen Lösungen der Gleichungen \(f_i = 0\) und konnte daraufhin die Differentialgleichungen für jene Kombinanten aufstellen. Der Verf. findet, daß\ die \textit{Betti}schen Gleichungen auch dann noch gültig bleiben, wenn die Ordnungen der Urformen \textit{verschieden} sind (und nur einer gewissen Bedingung genügen), und daß\ außer den \textit{Betti}schen Gleichungen noch andere, eng mit ihnen verknüpfte, existieren. Seien \(n_1, n_2, \dots \) die Ordnungen der \(p - 1\) Formen \(f_i\) in \(p\) homogenen Variabeln \(x_k\), oder auch in \(p - 1\) nicht homogenen \[ \frac {x_i}{x_p} = z_i \quad (i = 1, 2, \dots, p - 1); \] ferner seien unter \(z_{i1}, z_{i2}, \dots, z_{iN}\) \((N = n_1 n_2 \dots n_{p - 1})\) die \(N\) gemeinsamen Lösungen der Gleichungen \(f = 0\) verstanden. Für \(x_p = 0\) mögen die \(f_1, f_2, \dots, f_{p - 1}\) übergehen in \(\varphi_1, \varphi_2, \dots, \varphi_{p - 1}\), und \(P\) sei irgend eine Invariante der \(\varphi\), \(P^{(h)}\) die durch einen gewissen \textit{Arnhold}schen Prozeß\ aus \(P\) hervorgehende Form. Auf die \(x\) werde eine lineare homogene Transformation ausgeübt, die sie in die \(x'\) überführt; die \(z_{ij}\) unterliegen dann einer leicht angebbaren linear gebrochenen Substitution. Man denke sich jetzt eine Kovariante \(J\) der \(f\) mit der Eigenschaft, daß\ \(J\), dividiert durch eine passende \(\lambda\)-te Potenz von \(P\), eine Funktion der \(N\) Lösungssysteme \(z_{ij}\) wird. Sind im besonderen die Ordnungen der \(f\) sämtlich gleich, \(P\) z. B. die Resultante der \(\varphi\), so genügt eine Kombinante der \(f\) der angegebenen Bedingung, wodurch man auf den \textit{Betti}schen Fall zurückkommt; ist andererseits \(p = 2\), also \(P\) der erste Koeffizient \(a_0\) der binären Urform, so hat man den von \textit{Brioschi} betrachteten Fall. Ist \(\frac {J}{P^{\lambda}} = K\), also \(J = P^{\lambda} K\), so hängt \(J\) von den \(z_{ij}\), von \(P\) und den \(x\) ab. Dann läßt sich eine endliche kontinuierliche Transformationsgruppe dieser Argumente angeben, bei der \(J\) absolut invariant bleibt. Auf Grund der Theorie der Transformationsgruppen lassen sich dann die Differentialgleichungen für \(J\) unmittelbar hinschreiben, wobei nur noch die Werte der in ihnen auftretenden Ableitungen für verschwindende Argumente zu berechnen sind. So ergeben sich fünf Gruppen von Differentialgleichungen für \(J\), von denen die drei ersten mit den \textit{Betti}schen für Kombinanten übereinstimmen; wir führen etwa die erste Gruppe an: \[ \sum_{j = 1}^N\;\frac {\partial J}{\partial z_{ij}} + x_p\;\frac {\partial J}{\partial x_i} = 0 \quad (i = 1, 2, \dots, p - 1). \] Diese Differentialgleichungen werden dann noch nach verschiedenen Richtungen verallgemeinert und u. a. die von \textit{Forsyth} (F. d. M. 20, 105, 1888, JFM 20.0105.01) angegebenen Gleichungen daraus hergeleitet.
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